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Kombitermin Dr. Hoffmann / Herrn Rahmouni

Posted by Quakie on 8. Februar 2012 in Allgemein |

Heute ging es mal wieder auf nach Stuttgart.

Ich schien Glück zu haben, denn sowohl die Regionalbahn als auch der IC waren pünktlich. Dann kam die erste positive Überraschung: der komplette ICE von Bonn nach Stuttgart bestand nur aus 1. Klasse-Wagen, da dieser Zug wohl ein Ersatzfahrzeug war – welch ein Luxus.

Um kurz nach 13 Uhr kam ich pünktlich bei Rahmouni an.

Nach kurzer Wartezeit wurde ich von einer Helferin zum Messen und Wiegen in eine Kabine geführt.

Seit Beginn der Korsett-Therapie bin ich ein bisschen gewachsen (von 175,2 cm auf 175,9 cm ohne Korsett).

Leider habe ich auch an Gewicht zugenommen, was ich aber umgehend ändern werde! Kein Wunder, bei den Unmengen Süßigkeiten, die ich in den Wochen nach OP als Nervennahrung vertilgt habe.

Nach der „Bestandsaufnahme“ wurde ich in eine andere Kabine geführt, in die kurze Zeit später auch Dr. Hoffmann, Herr Rahmouni, Herr Harzer und eine Helferin kamen.

Dr. Hoffmann habe ich ja seit der Korsett-Verordnung nicht mehr gesehen. Er war von den Röntgenbildern also dem Vergleich vor der Korsettbehandlung mit dem vom Kontrollröntgen total begeistert.

Herr Rahmouni meinte allerdings, dass das Korsett nicht mehr passt, da die Strukturen und Form des Rückens sich so stark verändert haben. Er würde eine Neuversorgung vorschlagen, da die Kosten einer Änderung genau so hoch wären, wie die eines neuen Korsetts. Bei Änderung könnte er allerdings nicht so viel aus dem alten Korsett rausholen, wie ein Neues bringen würde. Schließlich war das Korsett mal auf einen 103 ° Rücken ausgerichtet gewesen und jetzt sind wir ja bei 55 °.

Dr. Hoffmann sah das genauso und meinte, er würde am Wochenende ein Schreiben für die Krankenkasse aufsetzen und die Neuversorgung darin begründen. Das Schreiben will er dann zu Herrn Rahmouni schicken, damit dieser es dann mit einem Kostenvoranschlag bei der Krankenkasse einreichen kann.

Wenn die Kasse dem neuen Korsett zustimmt (wovon beide ausgehen – ich bin ja eher skeptisch), dann sollte ich am Tag des Gipstermins auch nach Leonberg kommen, damit ein neues Röntgenbild ohne Korsett angefertigt werden kann.

Zum Abschluss bekam ich noch eine Verordnung für Physiotherapie nach Schroth und eine Handgelenksschiene verordnet, die das Einschlafen der rechten Hand in der Nacht verhindern soll.

Abschließend ging Quetschie dann noch mal in die Werkstatt um ein paar kleinere Änderungen für einen etwas besseren Sitz durchführen zu lassen.

Das Korsett sollte dann um 16 Uhr fertig sein, denn ich musste ja meinen Zug um 16:51 Uhr bekommen.

Gegen 16 Uhr wurde ich langsam unruhig, denn Quetschie war noch nicht fertig. Um 16:10 Uhr kam es dann aus der Werkstatt. Bei der Anprobe stellte sich dann aber heraus, dass ein Missverständnis zwischen Herrn Rahmouni und der Werkstatt vorgekommen ist und eine Änderung anders sein sollte. Das bedeutete, dass das Korsett noch mal zurück in die Werkstatt musste. Herr Rahmouni meinte, ich sollte mir keine Sorgen machen, das würde nicht lange dauern und es würde mich gleich direkt jemand zum Bahnhof fahren, damit ich meinen Zug noch erreichen kann.

Ein netter Herr aus der Werkstatt wartete auch schon mit dem Autoschlüssel in der Hand an der Rezeption. Er meinte, dass er den Wagen schon ausgeparkt hätte und wir sobald das Korsett aus der Werkstatt kommt gleich losstarten können.

Gesagt – getan. Als das Korsett fertig war, hab ich es schnell umgeschnallt und bin halb angezogen schon losgerannt 😉

Mein „Privatchauffeur“ war wirklich super flott unterwegs und ich hab ohne Probleme meinen Zug bekommen. Danke noch mal an das Rahmouni-Team für diesen tollen Service!

Der Rückweg war leider nicht ganz so entspannend wie die Hinfahrt.

Von Stuttgart ging es zuerst nach Mannheim. Dort umsteigen und weiter bis nach Mainz. Da war die Fahrt dann erst mal beendet, da mein ICE nach Köln leider ausfiel.

Ich ging dann ins DB Reisebüro und habe mich nach einer Alternative erkundigt. Der freundliche Herr hat mich dann direkt auf eine andere Strecke umgebucht, so dass ich zur gleichen Zeit wie geplant in Köln sein sollte. Allerdings hatte diese dann einen weiteren Umstieg zur Folge.

So fuhr ich dann von Mainz nach Frankfurt – von Frankfurt nach Köln und letztendlich dann von Köln nach Hürth.

Damit das Korsett beim Sitzen nicht so sehr in die Achseln drücken soll, hatte Herr Rahmouni am Po eine flexible Verlängerung aus Plastik annähen lassen. Auf der Rückfahrt habe ich allerdings festgestellt, dass dies für mich keine Verbesserung, sondern das genaue Gegenteil war, denn das Korsett drückte so dermaßen in die Achseln wie nie zuvor.

Als ich letztendlich am späten Abend zu Hause ankam, war ich fix und fertig.

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